Covid-19

Brief der Vorsitzenden zur Corona-Krise

Liebe Freundinnen und Freunde der Arbeiterwohlfahrt,

bereits 6 Monate hält uns der Corona-Virus gefangen. Eine Situation, mit der niemand gerechnet hatte und die wir uns auch nicht einmal vorstellen konnten. Das Abstandhalten von Eltern, Kindern, Enkeln, Freundinnen und Freunden fällt uns schwer aber es ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit das Virus auszugrenzen. Ich hoffe, Sie sind alle gesund geblieben und auch von anderen Krankheiten verschont worden.

Auch bei der AWO ist ein Stillstand eingetreten. Unser beliebtes Café darf noch nicht wieder stattfinden, und all unsere Fahrten haben wir absagen müssen. Das macht uns sehr traurig. Bei zufälligen Treffen in Eitorf oder durch Ihre Mails habe ich erfahren, dass es Ihnen genau so geht. Wir vermissen uns und unsere Veranstaltungen.
Wir vermissen Freunde, mit denen wir uns austauschen, miteinander lachen und gemeinsam schöne Dinge erleben können.

Ich glaube, hier in Eitorf haben wir es noch gut getroffen, im Gegenteil zu vielen Menschen in der Stadt, die vielleicht mit mehreren Personen in kleinen Wohnungen leben, evtl. noch ohne Möglichkeit einen Garten zu benutzen. Wir auf dem Land haben die Natur vor der Tür, haben Gärten in denen wir uns aufhalten können.

Mir kommt es vor, als ob die Welt ruhiger geworden ist. Diese „Entschleunigung“ hatte vielleicht auch gute Seiten.

Viele Freundinnen und Freunde haben mir gesagt, dass sie Dinge gemacht haben, die sie schon Jahre aufgeschoben haben. So ist es mir auch gegangen. Ich habe alte Kontakte aufleben lassen, Briefe und Mails geschrieben, Fotos aus vielen Jahren geordnet und digitalisiert.

Kaum hat sich die Situation etwas verbessert und wir freuen uns über Erleichterungen, steigen die Zahlen der Corona-Fälle wieder bedenklich, weil viele Menschen einfach ohne Rücksicht mundschutzlos und abstandslos auf Massenveranstaltungen gehen. Das ist sehr traurig und unsolidarisch.

Wie es jetzt aussieht wird es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben, und auch unsere große Weihnachtsfeier am Samstag vor dem 3. Advent wird ausfallen müssen, denn wir dürfen nicht 200 Personen im Schützenhof unterbringen. Das tut uns sehr leid, denn wir hätten Sie gern alle wiedergesehen. Falls sich an der Situation jedoch noch ändert, werden wir Sie kurzfristig informieren.

Wir wollen aber nicht die Hoffnung verlieren, dass wir im nächsten Jahr vieles nachholen können, was wir in diesem Jahr versäumt haben.

In diesem Sinne grüßen wir Sie alle herzlich. Bleiben Sie oder werden Sie gesund

Ihre AWO Eitorf

Mechtild Jüdes-Dreesen

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